Ob ich das Nexus One einmal ausprobieren wolle? Als Antwort auf diese Frage habe ich fünf Tage das Nexus One gegen mein iPhone getauscht.
Schlicht und elegant verpackt liegt das Nexus One auf meinem Schreibtisch. Mein Auspackerlebnis ähnelt dem beim iPhone. Es gibt keine CD-Rom, keine endlosen Anleitungen, bleibt die Hoffung, dass die intuitive Bedienung dann auch funktioniert.
Einfach den Akku rausnehmen, SIM-Karte einsetzen und los geht’s. Klingt einfach, ist es auch. Allerdings ist es doch erwähnenswert, zumindest wenn man einmal schnell eine SIM-Karte im iPhone wechseln wollte.
Das Nexus One gefällt optisch, es wirkt hochwertig verarbeitet mit dem 3,7 Zoll großen Display und dem Trackball zur Navigation. Indem er aufleuchtet informiert er ebenfalls über eingehende Nachrichten. Im Vergleich zum iPhone wirkt das Nexus One kühler, wohl auch da es nicht im aktuell modernen Klavierlackdesign gestaltet ist.Dies ist allerdings durchaus eine angenehme Abwechslung.
Als Vorreiter „einer neuen Kategorie von Superphonen“ soll das Nexus One stationäres Web und die bisher bekannten Handys zusammenbringen. Es bietet die Möglichkeit , die bisher angelegten Accounts direkt auf dem Nexus zu öffnen, dazu musste ich lediglich meinen Google Account aktivieren. Das Synchronisieren erfolgte direkt und vollkommen problemlos, es kann zudem auch jederzeit ein weiterer Account hinzugefügt werden. Ich habe eine Twitter App installiert, auch hier kann man also problemlos mit dem Rest der Welt über die digitalen Kanäle kommunizieren.
Allerdings hat das „Superphone“ leider keinen Superakku. Vom iPhone schon einiges gewöhnt, schnitt das Nexus One noch schlechter ab. Schade eigentlich.
Die Navigation macht Spaß
Im Vergleich zu den älteren HTC Modellen entfällt die Navigation über weitere Tasten: Nexus setzt komplett auf die Touchscreen Navigation mit Touchpoints zur Schnellnavigation am unteren Rand. Zudem konnte ich über die Sprachsteuerung Textfelder auffüllen lassen, der Versuch über die Spracheinstellung Emails zu schreiben, funktionierte allerdings noch nicht so gut. Hierfür empfiehlt es sich doch auf die Tastatur auf dem Touchpad zurückzugreifen.
Das Nexus One ist schnell und sensibel
Live-Wallpaper auf dem Display laufen problemlos und ohne Verzögerung. Dazu lassen sich Videos drehen und Bilder schießen, Apps ausführen und Eingaben tätigen, also alles das was ich mir von einem „Superphone“ wünsche.
Deutlich sensibler reagiert auch das das Display des Nexus One im Vergleich zum HTC Magic, wodurch es dem iPhone-Feeling näher kommt. Näher kommen heißt allerdings nur aufholen, im Vergleich fehlt mir definitiv die Multitouch-Unterstützung!
Fast hätte ich es vergessen, telefonieren ist natürlich auch möglich!
Nachdem ich Spracherkennung nicht weiter auf die Probe stellen wollte, habe ich mir einfach meine Favoriten auf den Bildschirm gezogen. Die Sprachqualität ist auf jeden Fall sehr gut, was wohl auf das eingebaute zweite Mikrophon auf der Geräterückseite zurückzuführen ist. Hiermit werden Störgeräusche ermittelt und durch intelligente Technik vermindert.
Was bleibt nach den fünf Tagen?
Das Nexus One ist sicher im Vergleich aller gängigen Smartphones führend, allerdings nur wenn das iPhone nicht in die Wertung kommt. Für mich ist das Nexus One kein iPhone-Killer, aber mit Sicherheit ein Handy mit großem Potential. Die intuitive Bedienbarkeit des iPhones hat bei mir einfach den höheren Stellenwert eingenommen.
Das Datenblatt zum Nexus One:
- 4-GByte-Micro-SD-Karte, erweiterbar bis max. 32 GByte
- 802.11b/g/n, Bluetooth, UMTS/HSUPA
- 512 MByte ROM, 512 MByte RAM
- Keine Multitouch-Unterstützung im Browser und bei Google Maps
Android 2.1
- 3,7-Zoll-Display (800×480 Pixel)
- Snapdragon-CPU mit 1 GHz
- 5 Megapixel-Kamera mit Blitz (LED)
- Größe119 x 59,8 x 11,5 Millimeter Gewicht130 Gramm